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Nordnorwegen/ Finnmark: Mit dem Wohnmobil von der Südküste in die Arktis an die Nordküste der Varanger-Halbinsel

Teil 11 von 23: Reise mit dem Wohnmobil durch Skandinavien 16.06. - 21.09.2018

Extreme Unterschiede bei Landschaft und Vegetation erleben wir beim Umzug von der Südküste der Varanger-Halbinsel über das arktische Fjäll an die Nordküste. Besonders interessant sind Robben im Tana-Fjord, die beim Fische jagen wie Delfine aus dem Wasser springen.


21.07. bis 23.07. Skallelv - Tanafjord 146 km

Besonders gut gefällt uns an der Südostküste der Varanger-Halbinsel der hübsche Ort Skallelv.



In der Nähe des Ortes gibt es eine große Parkplatzwiese ...


... und kilometerlange Sandstrände. Im Gegensatz zum Strand in Grense Jakobselv ist hier am offenen Meer das Wasser zum Baden aber zu kalt.


Samstag ziehen wir um von der Südostküste der Varanger-Halbinsel auf die Westseite in den Tana-Fjord. Hier im Übergang zwischen Fluss und Meer gibt es viele Sandbänke, die je nach Gezeitenstand mehr oder weniger überspült werden. Im geschützten Tal wachsen wieder richtig hohe Bäume, obwohl wir etwas weiter nördlich sind als an der kargen Südostküste.


Beim Blick nach Norden erkennt man noch winzige Schneereste auf den Höhen.


Ich will gleich nach dem Aussteigen ein Foto von den Häusern gegenüber machen, da höre ich ein lautes Klatschen und sehe irgendein Tier vor mir im Wasser.


Unglaublich, das haben wir noch nie gesehen: Es sind Robben, die zum Fische jagen wie Delfine aus dem Wasser springen. Leider sehen wir sie nur einmal kurz vor uns, dann ziehen sie sich weiter in den Fjord zurück.



Die nächsten Bilder zeigen die Häuser und Berge gegenüber in der Abendsonne.





Der Blick nach Norden bei zunehmender Bewölkung gegen 22 Uhr.



Am Sonntag passiert das Unglaubliche: Es regnet! Und zwar so doll, dass sich die trockenen Flächen im Fjord mit Wasser füllen, vergleiche die beiden folgenden Bilder!



Kleiner Scherz, hier sehen wir natürlich die Gezeitenunterschiede. Genau wie an der Nordsee gibt es an der Barentssee Ebbe und Flut.


23.07. bis 25.07. Tanafjord - Kongsfjordfjellett - Batfsfjord - Syltefjord/Nordfjord 122 km

Montag fahren wir in die Arktis! An der Südostküste der Varanger-Halbinsel bei Skallelv waren wir schon an der Grenze oder vielleicht darüber hinaus, hier die Arktis-Definition auf Wikipedia. Aber jetzt geht es eindeutig hinein –in die Fjällregion der Varanger-Halbinsel und an ihre Nordküste!

Bei dramatisch-dunklem Himmel verlassen wir den Tana-Fjord, die Wolken ziehen nach Norden ab.


Zunächst führt die Straße 890 in Richtung Berlevåg durch Austertana. Blühende Weidenröschen (allerdings gerade erst am Beginn der Blüte), ...


... Kühe auf grüner Weide ...


... und ein Fluss mit blühenden Ufern lassen nichts von der Arktis erahnen.


Nach einigen Kilometern Strecke und etwa 300 Höhenmetern sieht die Welt völlig anders aus - Arktis pur sozusagen auf dem Kongsfjordfjellet. Aber, man glaubt es kaum, die warmen Temperaturen der letzten Zeit und die vielen Seen und Tümpel lassen ausgerechnet hier die Mücken schwirren. Eigentlich wollen wir hier verweilen, aber die Mücken halten uns davon ab.




Wir biegen ab auf die Straße 891 nach Båtsfjord, einer norwegischen Boom-Town! Der Wikipedia-Seite in Norwegisch entnehmen wir: Die Einwohnerzahl hat von 2010 bis zum dritten Quartal 2016 um mehr als 10% auf 2.268 zugenommen! 2018 hatten 29,5% der Einwohner einen Migrationshintergrund und Båtsfjord liegt damit auf Platz 2 aller norwegischen Orte hinter Oslo! Båtsfjord nennt sich selbst "die Fischerei-Hauptstadt" und das ist offenbar der Grund für das Wachstum der Stadt am Ende Europas.



Am Hafen gibt es einen gebührenpflichtigen Stellplatz für Wohnmobile (100 Kronen oder 15 Euro, komische Umrechnung beim Kurs von etwa 1: 9,5). Es fehlen die zur Registrierung vorgesehenen Formulare, der Kasten ist leer.


Wer hier seine Toilette entsorgen möchte, hat ein Problem :-). Eigentlich wollen wir hier zwei Tage bleiben, der 200-Kronen-Schein ist schon gezückt, aber Ort und Stellplatz reizen uns nicht!


Da uns der Stellplatz in Båtsfjord nicht gefällt, fahren wir weiter nach Syltefjord. Kurz nach der Abzweigung von der Rv 891 dorthin sehen wir diese Frau in der Landschaft.


Nach einigen Kilometern Fahrt übers Fjäll ...


... geht es abwärts der Barentssee entgegen durch das Tal des Flusses Nordfjordelva. Der Fluss wird erstaunlich breit ...


... und je tiefer wir kommen um so mehr blüht am Rand von Fluss und Straße.


Die Fahrt an den Syltefjord endet im ehemaligen Fischerdorf Nordfjord. Das Dorf gehört zur Gemeinde Båtsfjord. Es wurde 1989 als dauerhaft bewohntes Dorf aufgegeben.


Seither werden die gut erhaltenen Häuser als Wochenend- und Ferienwohnungen genutzt.



Auch die Kapelle wurde erhalten und 2018 laut Aushang am 17. Juni und 15. Juli für Gottesdienste genutzt.


Zunächst fahren wir durch den Ort, an dieser Stelle muss ich euch warnen! Wenn ihr auf dem Weg am Ortsrand dieses Gebäude seht und euer Wohnmobil größer ist als ein 6-m-Kastenwagen, fahrt bitte nicht weiter!


Nach wenigen hundert Metern ist der Weg nicht mehr wohnmobiltauglich ...


... und geht als Fußweg weiter am Fjord entlang. Die Wendemöglichkeit ist nicht viel länger als unser Campingbus. Der passt gerade so auf den Geröllstreifen am Wegesrand.


In der Nähe gibt es am Fjord Überbleibsel des ehemaligen Fischerdorfes.




Ich halte nach Walen Ausschau hund entdecke gelegentlich kleine Schweinswale auf der anderen Seite des Fjords.



Wesentlich näher als die Wale kommen uns die Rentiere.



Am Ortseingang vor der Kapelle befindet sich ein Gebäude, das als Tourist-Info und Kafe beschildert ist. Daneben gibt es eine Fläche, die auch für Camping genutzt werden kann. Man steht leider nicht direkt am Wasser. Etwa 5 km landeinwärts vor Nordfjord an einem Nebenarm des Fjords ist ein Campingplatz als "Farmen" ausgeschildert.


Auf einem großen Schotterplatz am Hafen sieht man ein Schild "No Camping". Das ist verständlich, da es auf der anderen Seite bewohnte Häuser gibt. Auf dem Schotterplatz steht der Mohn in voller Blüte.


Am Mittwoch vor der Abfahrt zeigen sich Nordfjord und die Blumen am Fjord in der Morgensonne nochmal von ihrer schönsten Seite.




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