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Überwintern mit dem Wohnmobil in Spanien und Portugal 2012/2013 - Teil 6 von 12

Die Gesamtübersicht dieser Reise mit den Links zu den einzelnen Teilen des Reiseberichts gibt es HIER!

Von Zamora in den Westen Andalusiens durch die Sierra de Aracena und den Osten der Algarve ins Tal des Rio Guadiana

Zamora - La Codosera - Marvão - Barragem de Alqueva - Sierra de Aracena - Cortegana - Cuevas de Fuentes de León - Embalse de Zufre - Rio Tinto - Valverde del Camino - Vila Real de Santo Antonio - Rio Guadiana - Alcoutim 25.01. bis 06.02.2013

Weiter geht es in den Süden, wo wir im Grenzgebiet zwischen Alentejo, Andalusien und Algarve fast 2 Wochen verbringen, überwiegend in der freien Natur an Stauseeen und am Rio Guadiana.

25./26.01. Zamora - Cáceres - La Codosera - Marvão 402 km

Unser erstes Ziel nach dem Start in Zamora ist der Lidl in Cáceres, bei dem wir unsere Lebensmittelvorräte für einige Tage in der Wildnis auffüllen. Von dort fahren wir durch eine hügelige Landschaft in das kleine Städtchen La Codosera, wo es laut spanischer Stellplatz-Website einen kostenlosen Wohnmobilstellplatz mit 20 Plätzen und V+E geben soll. Adresse, Markierung und GPS-Daten auf der Seite stimmen überein, aber von einem Stellplatz ist dort nichts zu sehen.

Wir versuchen unser Glück noch am "Piscina Natural" von La Codosera, aber Regen und Überschwemmungen der letzten Tage haben mögliche Stellplätze unbrauchbar gemacht.

Vom letzten Jahr haben wir den Stellplatz in Marvão in Erinnerung, den wir im Wohnmobilführer Portugal gefunden hatten. Einige Kilometer vor Marvão beginnt dichter Nebel und daran ändert sich auch nichts, als wir den Stellplatz hoch oben auf knapp 800 m Höhe erreichen.

26. bis 29.01. Marvão - Luz - Marina am Barragem de Alqueva 195 km

Am nächsten Morgen sieht die Welt etwas freundlicher aus. Einige Wolkenlücken im Osten sorgen dafür ...

... dass für kurze Zeit die Stadtmauer und die Häuser von Marvão über unserem Stellplatz von der Sonne angestrahlt werden.

In nordwestlicher Richtung liegt ein dichtes Nebelgebiet unter uns, im Hintergrund sieht man die schneebedeckten Berge der Serra de Estrela, dem höchsten portugiesischen Gebirge mit dem einzigen (uns bekannten) Skigebiet Portugals.

Wir sind aber nicht zum Skifahren nach Portugal gefahren und setzen unsere Reise nach Süden fort durchs Alentejo mit blühenden Wiesen, Wein"feldern" ...

... und blühenden Mandelbäumen.

Unser Ziel ist heute der riesige Parkplatz an der Marina des Barragem de Alqueva, wo wir dank Wohnmobilführer Portugal (Tour 10) bereits im letzten Winter einige Tage und Nächte verbracht hatten. Auf dem Weg dorthin nutzen wir die V+E am Wohnmobilstellplatz in Luz, siehe weiter unten.

Eine tolle Abendstimmung bietet der bewölkte Himmel nach dem Sonnenuntergang.

Der Stausee ist randvoll und so hat das Wasser des Rio Guadiana freien Lauf durch Staumauer und Turbinen, ...

... um seinen Weg nach Süden fortzusetzen. Dorthin werden wir ihm in einigen Tagen nach einem Umweg über die Sierra de Aracena im Westen Andalusiens folgen.

29./30.01. Marina am Barragem de Alqueva - Reguengos de Monsaraz - Mourão - Luz - Barrancos - Sierra de Aracena 142 km

Aus der portugiesichen Region Alentejo wechseln wir heute in die spanische Region Andalusien. Zunächst fahren wir jedoch über die Staumauer des Barragem de Alqueva nach Westen und dann nordwärts nach Reguengos de Monsaraz, wo im Continente-Supermarkt der Einkauf für die nächsten Tage erledigt wird.

Über Mourão geht es wieder zum Wohnmobilstellplatz in Luz (Stellplatzatlas Europa), wo wir Frischwasser tanken und entsorgen.

Dann nehmen wir Kurs auf Spanien, das wir über den portugiesischen Grenzort Barrancos erreichen. Etwas abseits der kaum befahrenen Landstraße zwischen der Landesgrenze und Aroche in Andalusien entdecken wir einen kleinen Parkplatz. Zunächst halten wir hier nur, um Mittagspause zu machen.

Zwischen Zistrosen und alten knorrigen Steineichen gefällt es uns in dieser unbewohnten Region der Sierra de Aracena jedoch so gut, dass wir die Campingstühle auspacken, die Sonne genießen und dann eine ruhige Nacht hier verbringen - erstmals ohne Mobilfunk-/Internetzugang auf dieser Reise.

30/31.01. Aroche - Cortegana - Cortelazor - Hinojales - Cañaveral de León - Cuevas de Fuentes de León 102 km

Heute dringen wir ganz tief in das Mittelgebirge der Sierra de Aracena ein und befahren eine Straße, auf der wohl selten ein deutsches Wohnmobil unterwegs war.

Zunächst geht es hinauf zum Castro von Cortegana. Hier oben hoch über der Stadt gibt es einen Parkplatz, den man wohl auch für eine Übernachtung nutzen könnte. Wir fahren jedoch weiter nach Osten in Richtung Aracena, biegen bei Los Marines ab nach Norden auf die (zunächst) gut ausgebaute HV-3121 nach Cortelazor. Ab hier wird die Straße schmaler, ist aber in gut befahrbarem Zustand und es gibt keinen Gegenverkehr.

Stattdessen gibt es "Natur pur": Die Straße windet sich über einen Höhenzug und es geht wieder hinab in einen grünes Tal mit einem rauschenden Wildbach.

Etwa einen Kilometer weiter erspäht Gaby unterhalb der Straße einen großen Picknickplatz mit Parkplatz direkt am Fluss - ausgeschildert ist er nicht. Hier könnte man bleiben - aber im engen Tal verschwindet die Sonne früh hinter den Bergen. Deshalb fahren wir weiter. Die Straße überwindet einen weiteren Höhenzug, die Strecke bietet herrliche Ausblicke über die Berge und Täler. 20 km nach Cortelazor - einige Kilometer vor dem kleinen Dorf Hinojales - endet plötzlich das schmale Asphaltband und wir rumpeln bis zu dem Ort über eine Piste mit einigen Schlaglöchern weiter. Zwischen den beiden genannten Dörfern gibt es nur einzelne Fincas und ganz viel Natur - die paar Schlaglöcher auf den letzten Kilometern haben wir für diese Tour gern in Kauf genommen.

Über gut ausgebaute Straßen fahren wir zum Ziel des Tages, einem Parkplatz bei den Cuevas de Fuentes de León. Zwischen zwei rauschenden Wildbächen verbringen wir den Rest des Tages und die folgende Nacht. Ca. 10 bis 15 Autos kommen zwischen Mittwochmittag und Donnerstagmorgen hier vorbei. Das Tal ist unbewohnt, es gibt kein Mobilfunksignal.

Neben dem Parkplatz liegt die Reception dieses Naturdenkmals. Einem verblichenen Zettel entnehmen wir, dass die Höhlen an bestimmten Tagen des Jahres geöffnet sind. Die Tage kann man telefonisch erfragen, eine Website ist nicht angegeben. Der am Parkplatz beschriebene Wanderweg zum Wasserfall ist ebenso versperrt wie der Zugang zum botanischen Garten oberhalb der "Rezeption".

So folgen wir dem Wanderweg zu den vier Quellen, überqueren eine Furt ...

... und stehen an der laut Beschreibung ersten und größten Quelle vor einem abgeschlossenen Tor, durch dessen Stäbe man einen Blick zur Höhle der Quelle werfen kann. Von sprudelndem Wasser ist nichts zu sehen und nichts zu hören. Ob die "Quelle" nur "eingeschaltet" wird, wenn die Rezeption geöffnet hat?

Also mit der Besichtigung des "Monumento Natural" hat es nicht geklappt, aber wir freuen uns an der blühenden schönen Landschaft und genießen den Rest des Tages in der Sonne am Wohnmobil.

31.01./01.02. Cuevas de Fuentes de León - Embalse de Zufre - Rio Tinto - Valverde de Camino ca. 150 km

Schon mal vorab: der heutige Tag verläuft bzgl. Übernachtung im Grünen enttäuschend! Den schönen Platz an den "Cuevas" verlassen wir in der Hoffnung, für die nächsten 2 Nächte einen idyllischen Platz am Stausee von Zufre zu finden. In unseren Karten ist neben der A-461 eine Straße verzeichnet, die am Embalse de Zufre endet. Auch Google Maps und unser Navi kennen den Weg.

So verlassen wir die Landstraße A-461 und fahren 6,5 km über eine alte schlaglochreiche Piste durch eine schöne Hügellandschaft in Richtung Stausee und sehen nach einigen Kilometern das weiße Dorf Zufre südlich des Sees oben auf dem Berg.

Die alte Straße führt in den See - was für ein traumhafter Platz mit Blick auf "das doppelte Zufre". Aber es gibt nicht die Spur einer Chance, neben der schmalen Piste am See einen festen und ebenen Platz für unseren Campingbus zu finden.

Also rumpeln wir die 6,5 km zurück zur Landstraße und verlassen diese kurz vor Zufre nach links in Richtung Staumauer. Diese erreichen wir nach ca. 10 km - aber nicht ganz! Etwa 200 m vor der Staumauer versperrt ein Tor die Weiterfahrt - nur "Befugte" dürfen es öffnen. Und mehrere Schilder mit durchgestrichenen Zelten, Wohnwagen und sonstigen Verboten machen deutlich, dass wir hier auf den kleinen Ausbuchten an der Straße nicht übernachten sollten.

Wir könnten nun wieder zurückfahren an den Embalse de Aracena und dort unser Glück versuchen, haben aber dazu keine Lust. Wenn die uns hier nicht haben wollen, ...

... fahren wir eben auf dem Mond, basta!

So ähnlich fühlen wir uns jedenfalls bei der Fahrt durch das Tagebaugebiet des Rio Tinto. Wir haben also unsere Reise durch die Sierra de Aracena eher beendet als geplant und suchen nun einen legalen Stellplatz mit V+E.

Den finden wir dank Stellplatzatlas Europa in Valverde del Camino. Abends und nachts stört uns kaum ein Verkehrsgeräusch, aber am Morgen gegen 7:30 Uhr setzt intensiver Autoverkehr ein.

01. bis 06.02. Valverde de Camino - Vila Real de Santo António - Alcoutim 144 km

Nach Überqueren der spanisch-/portugiesischen Grenze lassen wir an der Autobahn unser Kennzeichen per VISA-Karte für EASYtoll registrieren. So werden die Gebühren ermittelt auf den portugiesischen Autobahnen, die bis 2011 gebührenfrei waren und keine Kassenhäuschen haben. Auf den anderen muss weiterhin angehalten und bezahlt werden.

In Vila Real de Santo Antonio wollen wir mal wieder einen Großeinkauf machen. Auf der Fahrt zum Intermarché schauen wir uns kurz den Wohnmobilstellplatz am Rio Guadíana an. Wenn man in der ersten Reihe noch einen Platz fände, hätte man einen freien Blick aufs Wasser und den Bootsverkehr.

Wir fahren jedoch nordwärts in Richtung Alcoutim und schlagen uns oberhalb des Rio Guadiana "in die Büsche". Von hier haben wir einen schönen Blick auf die Boote unter uns sowie auf das spanische Ufer und werden fast "high" vom Duft der Zistrosen um uns herum. Die GNR kommt im Geländewagen vorbei und grüßt feundlich nickend - so bleiben wir hier zwei Tage und Nächte ...

... und machen Wanderungen hinab ans Ufer mit den blühenden Wiesen und Orangenbäumchen. Im Gegensatz zum spanischen Ufer gegenüber mit einigen Fincas ist die portugiesische Seite hier unbewohnt.

treitler.tv (Anna und Peter) trifft camping-bus.de (Gaby und Jürgen) in Alcoutim. Was für ein Zufall. Seit Jahren beobachten wir gegenseitig unsere Websites, hatten auch mal Kontakt per E-Mail und/oder Gästebuch aber unsere aktuellen Reiseberichte haben wir nicht verfolgt - und plötzlich stehen wir nebeneinander. Ende Januar waren wir schon mal einige Tage nur ca. 5 km voneinander entfernt, wie wir jetzt feststellen. Nun können wir einige Informationen "in echt" austauschen, bevor sich am nächsten Tag unsere Wege wieder trennen.

Den Wohnmobilstellplatz in Alcoutim hatten wir dank Stellplatzatlas Europa schon im letzten Jahr besucht.

Vom Stellplatz schaut man über die Dächer von Alcoutim auf das spanische/ andalusische Sanlúcar de Guadiana, das von der Burg (links) und zwei Windmühlen (rechts) überragt wird.

Besonders reizvoll ist der Blick aus dem Wohnmobil abends, wenn man das beleuchte Sanlúcar ...

... sowie die angestrahlte Burgmauer von Alcoutim sieht.

Wir verzichten hier auf Fotos aus Alcoutim, das wir bereits im letzten Jahr in diesem Bericht vorgestellt haben, der auch viele weitere Informationen über unsere damalige Reise durch die Algarve von der Westküste an den Rio Guadiana enthält.

Wir können uns diesmal garnicht von dem hübschen Ort am Fluss und dem schöngelegenen Wohnmobilstellplatz trennen und machen Wanderungen am Fluss entlang mit Blick auf die zahlreichen Boote ...

... und hinauf "in die Berge" hoch über dem Rio Guadiana.

NATUR, NATUR, NATUR - könnte als Überschrift auf dieser und auch auf der nächsten Seite stehen! Zunächst erforschen wir das Tal des Rio Guadinana intensiver als je zuvor, was zu weiteren Fotos von Landschaft und Vegetation führt. Dann durchqueren wir Portugal in ca. 2 1/2 Stunden von der Ostgrenze zu Andalusien zur Westküste bei Sines, wo uns die Natur den Anblick von Wellen und Stränden bietet.

Mehr dazu hier

im 7. Teil unseres Reiseberichtes.

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