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Nordnorwegen/ Finnmark: Mit dem Wohnmobil von der Finnmarksvidda nach Hammerfest

Teil 15 von 23: Reise mit dem Wohnmobil durch Skandinavien 16.06. - 21.09.2018

In der Finnmarksvidda erleben wir auf der Beskades-Ebene die norwegische Fjäll-Landschaft. Besonders beeindruckt uns der Wechsel zwischen Wald und baumloser Ebene auf wenigen Höhenmetern. Als Kontrast dazu besuchen wir die Stadt Hammerfest - Supermärkte, Restaurants und reger Schiffsverkehr.

08. bis 10.08. Karasjohka - Pikefossen - Gargiaveien/Beskades-Hochebene 149 km

Der Mittwoch begrüßt uns am Karasjohka mit einem wolkenlosen Himmel.


Etwas später bildet sich eine richtig schöne Bewölkung, die sich im See Vuottasjavri spiegelt.


Hier hatten wir am Dienstagnachmittag vergeblich nach einem Übernachtungsplatz gesucht. Wir fanden einen schönen Platz mit Wasserflugzeug und Strand, der aber nach einer privaten Fläche aussah. Deshalb schlugen wir uns am Karasjohka in die Büsche.


Einige Kilometer nach der Weiterfahrt am Mittwoch entdecken wir etwas abseits der Straße einen großen Picknickplatz am See Lahpojavri. Hier hätten wir die Nacht mit Seeblick verbringen können, wenn wir Dienstag noch etwas weiter gefahren wären.

An der Einmündung der Straße 92 in die E 45 biegen wir rechts ab in Richtung Alta. Eine kurze Pause machen wir am Wasserfall Pikefossen.



Einige Kilometer südlich von Alta biegen wir rechts ab in Richtung Gargia. Die Piste zum Wanderparkplatz oberhalb der Gargia Fjellstue darf mit Fahrzeugen bis 5t befahren werden, sofern sie nicht mit geschlossener Schranke gesperrt ist. Das sollte man allerdings nur mit recht kompakten Wohnmobilen versuchen, ausgerechnet am steilsten Anstieg der Piste gibt es keine Ausweichstellen!

Der sehr schiefe Parkplatz bietet einen phantastischen Blick auf das Halddefjellet mit dem 1.149 m hohen Gipfel.


Die Piste ist für Quads besser geeignet als für Wohnmobile :-)!


Die fast baumlose Fjäll-Landschaft ist auf jeden Fall sehenswert.


Aus unzähligen Rinnsalen fließt das Wasser ...


... in einem kleinen Teichen zusammen und letztlich dem Altafjord bzw. dem Nordmeer entgegen.


Auf über 400 m über NN stehen nur noch wenige Birken aufrecht.


Die meisten bevorzugen hier die windgeschützte liegende Stellung.



Gelb-orange, sehr weich und sehr lecker sind die Moltebeeren im reifen Zustand. Da es pro Pflanze immer nur eine Beere gibt (wenn überhaupt), dauert das Sammeln sehr lange. Die gekauften Moltebeeren sind deshalb sehr teuer.



Das schöne weiße Wollgras könnte man einfacher ernten. Aber wer hat schon gern weiße Wolle zwischen den Zähnen :-).


Am frühen Abend zeigen sich bei westlich stehender Sonne die dunstigen Umrisse der Gebirgsketten im Norden.


Kurz nach 22 Uhr versinkt hier die Sonne und geht erst um 2:40 Uhr wieder auf!


Vorher werde ich zufällig wach und sehe dunkle Wolken vor einem schmalen leuchtenden Streifen über dem Horizont.


10. bis 12.08. Gargiaveien/Beskades-Hochebene - Alta - Hammerfest 173 km

Am Donnerstag umgeben uns dichte Wolken, aus denen gelegentlich Regen fällt. Freitag verlassen wir den Parkplatz am Gargiaveien oberhalb der Baumgrenze auf der Beskades-Hochebene. Innerhalb weniger Sekunden stehen am Rand der abwärts führenden Piste zunächst kleine Birken und nach weniger als eineinhalb Minuten sind wir "im Wald".

Dies Video zeigt den Wechsel der Vegetation ungekürzt in 1 Minute und 24 Sekunden.


Wir tanken Gas in Alta und fahren wieder in die arktische Klimazone nach Hammerfest.

Bei Rypefjord sehen wir diese Plattform und ahnen noch nicht, was für ein ungewöhnliches "Ding" das ist.


In Hammerfest fahren wir auf den Wohnmobil-Stellplatz (200 NOK/ 24 Stunden) und nehmen den Platz ganz außen am Rand. Hier haben wir einen unverbaubaren 180-Grad-Panoramablick aufs Wasser!


Nur deshalb sehen wir kurz nach unserer Ankunft, dass das "Ding" aus Rypefjord im Süden hinter der Felsnase erscheint. Wir halten es zunächst für eine Bohrplattform, die von einem Schlepper gezogen wird.


Das kleine Schiff davor ist aber eine Schnellfähre, das "Ding" fährt unglaublicherweise aus eigener Kraft nach Norden an Hammerfest vorbei. Was ist das?

Dank der Marine-Traffic-App können wir "das Ding" als Floatel Endurance identifizieren und finden eine englischsprachige Beschreibung. Es bietet demnach u.a. Einzelkabinen für 440 Personen, Aufenthaltsräume, Kino und ein Krankenhaus!


Dass so ein vierbeiniges Ungetüm aus eigener Kraft im stürmischen Nordmeer fahren kann ist für uns sensationell! Allein für den Anblick und die Erkenntnis haben sich die 200 Kronen für den Stellplatz schon gelohnt.

Im übrigen herrscht hier reger Schiffsverkehr, Schnellfähren für Personen verbinden Hammerfest mit Alta, Havøysund und den winzigen Orten auf Seiland und Sørøya. Wir haben von unserem 1a-Platz freien Blick auf die Zufahrt zum Fährhafen im Norden und den Schiffsverkehr im Westen und Süden.




Nur Wale sehen wir zunächst nicht, stattdessen hoffen neben uns Nebelkrähen auf Futter. Direkt bis zur Trittstufe kommen sie bei geöffneter Schiebetür ans Wohnmobil.


Die milde Sonne lockt Freitagabend viele Menschen auf die Hafenpromenade und in die Außengastronomie.


Ich gehe in den Bereich des Fischereihafens gegenüber des Geschäfts- und Gastronomiezentrums von Hammerfest


In diesem Stadtteil steht die Sekundarschule, ein architektonisch interessantes Gebäude.



Auch die Möwen sind von diesem Gebäude begeistert :-).


Neben der Sekundarschule steht der Meridianstein zur Erinnerung an den Struve-Bogen, ein skandinavisch-russisches Projekt zur Erdmessung im 19. Jahrhundert. Mehr Informationen darüber gibt es im nächsten Teil unseres Reiseberichtes.


Von dieser Seite des Hafens sieht man den Wohnmobil-Stellplatz unterhalb von Scandic-Hotel und evangelischer Kirche.


Der Freitag verabschiedet sich mit einem schönen Abendhimmel über dem Fischerei- und Industriehafen von Hammerfest.


Der Samstag zeigt sich wettermäßig von einer ganz anderen Seite. Mal meint man, die Welt geht unter, dann kommen doch wieder einige Sonnenstrahlen durch die Wolken.


Zumindest haben wir von unserem Platz in Hammerfest den Schiffsverkehr perfekt im Blick, hier die Finnmarken am Samstagmorgen.


Samstagnachmittag schwimmen die Schweinswale direkt vor unserem Platz und lassen sich auch von der Schnellfähre nicht vertreiben.


Die drei folgenden Bilder zeigen die 1961 erbaute evangelische Kirche, den Eingang des Rathauses und die Skulptur eines Segelschiffes im Packeis.




Eine große Überraschung wird uns am späten Samstagabend geboten: In Hammerfest gehen die Lichter an! Wann haben wir zuletzt Straßenlampen gesehen? Vor zwei Wochen habe ich doch in Berlevåg noch die Mitternachtssonne fotografiert! Und gestern hatten wir hier den schönen Abendhimmel. Aber die dichten Wolken machen es heute richtig dunkel.


Sonntagmorgen beobachten wir die Polarlys beim Anlegen.



Die Passagiere strömen ins Zentrum, die Geschäfte haben aber nicht für einen Shoppingbummel geöffnet.


Obwohl die Polarlys nicht zu den ganz großen Hurtigruten-Schiffen gehört, wirkt sie im Vergleich zu Gebäuden am Hafen riesig.


Hier geht es zum nächsten Teil dieses Reiseberichtes.


Hier geht es zur Gesamtübersicht dieses Reiseberichtes.


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