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Auf der Fähre von Grisslehamn mit dem Wohnmobil zu den Åland-Inseln und nach Mariehamn 27. bis 30.06.2018

Teil 4 von x: Reise mit dem Wohnmobil durch Skandinavien 15.06. - xx.09.2018

Von Grisslehamn in Schweden fahren wir mit der günstigen Abendfähre nach Eckerö auf den Åland-Inseln. Herrliches Wetter, historisch interessante Sehenswürdigkeiten und die hübsche Hauptstadt Mariehamn begeistern uns.


27 bis 29.06. Helgenäs - Stockholm - Fähre Grisslehamn - Eckerö/ Åland 356 km

Von Helgenäs machen wir uns am Mittwoch auf den Weg weiter nach Norden. Auf der E 20 fahren wir staufrei durch Stockholm. Für die Anreise zu den Åland-Inseln haben wir die Fährverbindung von Grisslehamn nach Eckerö gewählt.

Infos zur Überfahrt für Interessenten:

Am Dienstag habe ich die Fahrt auf der Website der Eckerölinjen online gebucht. In der Hauptsaison kosten die Passagen tagsüber 1.490 Kronen, für die Abendfähre zahlt man nur 640 Kronen bzw. 67 Euro. Komisch, beim derzeitigen Wechselkurs müsste die Bezahlung in Kronen demnach trotz Gebühren billiger sein? Ich wähle den Preis in Kronen und in der Tat, es werden nur 62 Euro für die Fahrt und 1,09 Euro Gebühren abgebucht.

An der Zufahrt zur Fähre zeige ich an dem roten Check-In-Häuschen meine SMS-Buchungsbestätigung auf dem Smartphone, wir bekommen die Tickets und alles ist erledigt. Wenn das bei Fähren immer und überall so einfach wäre!


Für Hundebesitzer:

Auf der Website der Gesellschaft wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man Hunde nicht im Fahrzeug lassen sollte! Laut Website gibt es mehrere gekennzeichnete Bereiche für den Aufenthalt mit Hunden. Die Kennzeichen sehen wir nicht, bleiben aber eh in der Abendsonne auf dem Außendeck.


Am Fischerhafen von Grisslehamn gibt es 6 Stellplätze für Wohnmobile, alle sind belegt.


Genau diesen historischen Postweg nach Finnland von 1638 haben wir für unsere Reise gewählt.



"Unsere" Fähre läuft im Hafen von Grisslehamn ein.


Auf Außendeck 8 befindet man sich auf der Höhe der Schiffs-Brücke und kann aus der Perspektive des Kapitäns das Ablegen und Auslaufen des Schiffes in Grisslehamn verfolgen, solch einen Ausblick hatten wir noch nie.



Dann gehen wir eine Etage tiefer und genießen die sinkende Abendsonne während der Überfahrt nach Eckerö.





Pünktlich auf die Minute hat die Fähre um 20:00 Uhr in Grisslehamn abgelegt und exakt 1 ¾ Stunden später öffnet sich um 22:45 Uhr fahrplanmäßig die Klappe des Autodecks in Eckerö. Kein Rechenfehler, in Finnland gehen die Uhren anders :-).

Beim Einlaufen in den Hafen sehen wir mehrere Wohnmobile auf dem Parkplatz.


Von einem Platz etwas weiter südlich sehen wir den Sonnenuntergang und die angestrahlte Fähre.



Der ausgeschilderte Badeplatz Sandviken ist vor allem zum Baden der Füße geeignet :-).



Die Geschichte der Åland-Inseln begegnet uns in Eckerö auf Schritt und Tritt. In der Nähe des jetzigen Fähranlegers verlief der alte 1638 eingerichtete Postweg von Schweden nach Finnland.


Wie kommt solch ein riesiges Gebäude auf diese kleine Insel? Nach dem finnischen Krieg verlor Schweden die Herrschaft über Finnland ans russische Zarenreich und Eckerö war plötzlich der westliche Außenposten Russlands. So wurde an dieser wichtigen Stelle das Post- und Zollhaus errichtet, der alte Postweg von 1638 blieb die wichtigste weil kürzeste Verbindung auf dem Seeweg nach Schweden.



28./29.06. Eckerö - Kungsö - Mariehamn - Svinö Fähranleger 90 km

Die Åland-Inseln sind seit fast 100 Jahren autonom und demilitarisiert.

Nach dem 1. Weltkrieg wurde Åland eine demilitarisierte Zone. Eine Anwesenheit von Soldaten ist nicht gestattet und es darf keine militärischen Einrichtungen geben. Es ist eine autonome Region innerhalb Finnlands mit einem eigenen Parlament, einer eigenen Regierung und schwedisch als einziger Amtssprache.

Am Freitag fahren wir auf den bisher höchsten "Berg" unserer Reise durch Åland auf ca. 40 m über NN. Hier gibt es ein Modell der früheren russischen Küstenbatterie von Kungsö.



Heute kann man die Aussicht ganz friedlich von einem Aussichtsturm genießen.



Von der Batteri Kungsö fahren wir Freitagmittag zum Parkplatz am Osthafen von Mariehamn, der Hauptstadt der Åland-Inseln.


Eine Toilettenentsorgung und drei Wasserhähne mit Schlauchanschlüssen gibt es hier ...


... sowie den Blick auf kreuzende Segelschiffe (3).


Trotzdem flüchten wir gegen 23 Uhr, denn von Autofahrern und Motorradfahrern wird eine Unterhaltungsshow auf dem Fahrstreifen vor den Parkbuchten geboten, auf die wir gern verzichten können. Mit heulenden Motoren und akrobatischen Kunststücken auf den Motorrädern geht es hin und her. Am nächsten Tag erfahren wir, dass dieser Irrsinn bis ca. 1 Uhr so weiterging.

Wir fahren 27 km zum Fähranleger Svinö auf Lumparland.


Von hier legt die letzte Fähre um 23:55 Uhr nach Föglö ab.


Als sie den Hafen verlässt, geht im Osten der Mond auf.



Im Norden leuchtet der Nachthimmel. Diese Show gefällt und wesentlich besser als die in Mariehamn, der Umzug hat sich gelohnt :-).


29./30.06. Svinö Fähranleger - Mariehamn 27 km

Samstagmorgen kehren wir nach Mariehamn zurück und machen einen Stadtbummel durch Mariehamn, der Hauptstadt der autonomen Region Åland. In der Nähe des Osthafens liegen das Parlamentsgebäude (Lagting) und das Gebäude der Regierung (Landskapsregering). Fahnen wehen an den Fahnenmasten nur, wenn gearbeitet wird. Jetzt haben alle Ferien!



Ferien hat auch der Autoverkehr in der breiten Köpmansgatan, ob hier sonst mehr Betrieb herrscht?


Etwas Gedränge gibt es in der wenige hundert Meter langen Einkaufsstraße Torgatan. Das liegt aber nicht am Shoppingrausch von Einwohnern und Touristen, sondern am Auftritt eines Shanty-Chors. Vom 29.6. bis 1.7. findet in Mariehamn das Baltic Shanty Festival statt mit einer Vielzahl von Auftritten in den Straßen, in Restaurants und auf Schiffen.

Apropos Festival: Wir sind einige Wochen zu früh hier! Unglaublich, was hier vom 20. bis 28. Juli 2018 beginnend mit Anastacia beim Rockoff-Festival geboten wird bei nur 11.000 Einwohnern in der Stadt und knapp 30.000 auf den Åland-Inseln insgesamt.


Im weiteren Verlauf der Einkaufsstraße bis zum Markt auf dem Torget lässt das "Gedränge" schon wieder nach.



"Stadt der 1000 Linden" wird Mariehamn auch genannt - wenn das man nicht untertrieben ist! Vom Torget führt die "Esplanade" ca. 900 m nach Westen bis zum Schifffahrtsmuseum am Westhafen. Teilweise sechsreihig wurden hier im Jahr 1900 Linden und in neuer Zeit Ahornbäume gepflanzt. Es gibt zwei Straßen (Norra Esplanadgatan und Storagatan) und in der Mitte eine breite Allee für Fußgänger.


Auf der Nordseite der Linden-Allee liegt mittig zwischen West- und Osthafen die Sankt-Görans-Kirche.


Die Deckenbemalung ist den zwölf Jüngern Jesu gewidmet. Nur beim 12. Bild vorne rechts steht kein Name. Welcher wurde hier wohl unterschlagen :-)?




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