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Mit dem Wohnmobil in Skandinavien im Sommer 2011 - Teil 15 von 16

Pendeln in der Wildnis zwischen Jämtland (Schweden) und Trøndelag (Norwegen)

Die Gesamtübersicht unserer Touren mit den Links zu den einzelnen Teilen des Reiseberichts sowie Karten mit dem Reiseverlauf gibt es HIER!

30.07.2011 Ankarede (Schweden) - Røyrvik (Norwegen) - Limingen (Norwegen) 71 km

Heute erwartet uns eine der schönsten Etappen unserer Reise, was wir bei der Abfahrt in Ankarede natürlich noch nicht ahnen können. Wir fahren zurück zur Hauptstrecke des Vildmarksvägen bei Stora Blåsjön, folgen diesem aber nicht in Richtung Gäddede nach Süden sondern biegen ab nach Westen mit dem Zwischenziel Røyrvik in Norwegen. Sofort nach der Abzweigung beginnt für 7 (?) km bis zur Grenze eine üble Piste und wir zweifeln an der Wahl unserer Route. Aber am Grenzübergang auf der norwegischen Seite erwartet uns eine schmale aber sehr gute Asphaltstraße und führt uns durch eine abwechslungsreiche Hügellandschaft nach Røyrvik. Haben wir die Fahrt bis hierher schon genossen, so stehen die Höhepunkte noch bevor:

Ab Røyrvik fahren wir in südöstlicher Richtung etwa 25 km am See "Limingen" entlang. Die Straße verläuft als Panoramastraße immer etwas oberhalb des Sees. So schauen wir von oben über gemähte Wiesen auf das Wasser sowie einige Inseln und sehen im Hintergrund die letzten Schneeflecken auf höheren Bergen.

Von den Hängen der anderen Straßenseite rauschen Bäche abwärts ...

... und verstreut liegen einzelne Höfe am Ufer des Sees. Was noch fehlt, ist ein geeigneter Übernachtungsplatz.

Aber auch den finden wir, am Ausfluss des Sees mit bunt bepflanztem Vorgarten :) Und obwohl wir direkt in Wassernähe im Grünen stehen gibt es fast KEINE Mücken! Seit der Mückenplage in Karasjok am 29.06. haben wir an keinem Stellplatz mehr Probleme damit gehabt, jedenfalls nicht mehr als im Sommer in der Heimat.

Von unserem Platz blicken wir auf den schmalen Ausfluss des Sees, dessen Höhe hier durch ein Siel reguliert wird. Auf der "Straße", die hier wieder eine gut befahrbare Schotterpiste ist, fahren im Laufe des Tages pro Stunde 0 bis 5 Fahrzeuge, nachts hören wir absolut nichts.

Der Weg neben unserem Platz wird garnicht benutzt, hier gibt es heute weder Wanderer noch Beerensucher - außer Gaby bei der Blaubeerernte. Der Weg bzw. der Bach ...

... bildet hier die Grenze zwischen Norwegen und Schweden.

In völliger Stille genießen wir die abends die Schönheit der Natur an "unserem See".

31.07.2011 Limingen (Norwegen) - Vikens Kapell (Schweden) - Gäddede - Hetögeln 56 km

Am nächsten Morgen bemerken wir etwa einen Kilometer weiter rechts der Piste eine Schotterfläche mit Blick auf den See, die mehreren Wohnmobilen Platz bieten würde. Aber auf dieser Nebenstrecke fahren weder Wohnmobile noch Caravangespanne. Zu unserer Überraschung geht es innerhalb weniger Kilometer auf eine Höhe von ca. 600 m. Der Wald wird merklich weniger und der Pass bietet einen weiten Blick über das Land.

Rasch geht es abwärts, am nächsten Ort erreichen wir wieder eine gute Teerstraße, biegen ab in Richtung Schweden ...

... und ab der Reichsgrenze wechselt der Straßenbelag wieder. Aber nicht nur der Straßenzustand ändert sich, auch der Himmel über Schweden sieht ganz anders aus als hier! Kräftiger Regen wäre ja ganz gut, um den Schlamm von unserem Campingbus zu entfernen. Aber das macht nur Sinn, wenn wir auf einer "sauberen" Straße fahren. Nun stehen uns aber erstmal ca. 35 km Piste auf der Nordseite des Sees "Kvarnbergsvattnet" bevor.

Diese detaillierte Karte des Sees und seiner Umgebung finden wir an Vikens Kapell.

Diese schlichte Kapelle wurde Ende des 18. Jahrhunderts hier im dünn besiedelten Gebiet am See errichtet.

Im Sommer werden hier noch Gottesdienste abgehalten.

In den Sommermonaten ist die Kapelle tagsüber geöffnet und die Einträge im Gästebuch zeigen, dass es hier täglich Besucher gibt - uns sind auf der Strecke ab Ankarede allerdings keine Touristen aufgefallen. Wir fahren weiterhin oberhalb des Sees entlang und bekommen kurz vor Erreichen des "Vildmarksvägen" unsere Dusche fürs Womo.

Als wir in Gäddede ankommen scheint wieder die Sonne - und uns trifft fast der Schlag. Seit der Abfahrt in Ankarede haben wir kein Campingfahrzeug mehr gesehen ...

... aber hier an der Tankstelle stauen sich Wohnmobile und Caravangespanne bis auf die Straße und der Parkplatz des ICA-Supermarktes ist jetzt am Sonntagmittag gegen 12 Uhr rappelvoll. Auf einem Platz auf der anderen Straßenseite stehen einige Fahrzeuge und wir fahren zunächst auch auf den Platz - und sehen dabei glücklicherweise, was wir dringend brauchen - einen Geldautomaten. Den gibt es nämlich in dem Gebäude am Platz, aber ...

... hier hätten wir ihn bestimmt nicht gesucht. Kaum zu glauben, aber hier gibt es Geld! Zwischen einem Geschäft für Musikinstrumente (die beiden Fenster links) und einer Werkstatt für Schneemobile prangt das Schild "Swedbank" und darunter befindet sich der Geldautomat.

Nun suchen wir unseren nächsten Übernachtungsplatz und werden fündig dank WOMO-Führer Mit dem Wohnmobil nach Nord-Schweden beim WOMO-Picknickplatz-Tipp 64/Tour 4 "Hetögeln". Es ist kaum zu glauben: Ein Picknickplatz mit Sitzbänken, Schutzhütte und Trockenklo direkt am See und obwohl er nahe am "Vildmarksvägen" bzw. der Hauptverbindungsstraße zwischen Strömsund an der E 45 und der E 6 in Norwegen liegt, sind und bleiben wir auf diesem Platz bis zur Weiterfahrt am nächsten Tag allein. Nur ein Norweger kommt abends kurz und fährt nach einem Blick auf den See weiter. Eine Erklärung für die fehlende Nutzung des Platzes: Von der Straße aus ist er nicht sichtbar und auch nicht ausgeschildert!

Wir genießen wieder einen ruhigen Abend am See und danken den Autoren des WOMO-Führers, dass sie diesen schönen Platz gefunden und veröffentlicht haben!

01.08. bis 02.08.2011

Hetögeln - Gäddede - See Lengingen (Norwegen) - Krokom (Schweden) - "Camping" Pintorps Börtnan 348 km

Heute machen wir einen riesigen "Sprung" aus dem Nordwesten Jämtlands in den Südwesten. Bei Gäddede überqueren wir wieder die Grenze nach Norwegen und fahren am langgezogenen See Lengingen südwärts. Die Straße verläuft wieder mit Panoramablick nach Westen etwas oberhalb des Ufers.

Je näher wir der schwedischen Grenze rücken um so flacher wird die Landschaft. Zügig fahren wir weiter in Richtung Krokom/Östersund.

Als Platz für die Mittagspause haben wir aus dem WOMO-Führer den WOMO-Badeplatz-Tipp 51 "Bredbyn" aus Tour 3 gewählt.

Der Platz entspricht genau der Beschreibung "Sehr gepflegte Badestelle mit Badesteg, Blümchenwiese, Picknickwiese, Feuerstelle, Trockenklo, Müllbehälter". Und man kann es kaum glauben: Wir haben bei ca. 23 Grad traumhaftes Badewetter, in der Heimat wäre die Liegeweise rappelvoll - aber hier nutzt mittags um 13 Uhr nur eine vierköpfige Familie diesen Badeplatz!

So schön es ist - wir möchten heute dem "Dach Schwedens" noch etwas näher kommen. Also fahren wir zügig weiter ...

... und machen nur am Fähranleger an der Ostseite des Storsjön einen kurzen Fotostopp, von hier könnte man mit Fähren und 21 km Fahrt Östersund erreichen. Wir wollten nur prüfen, ob es hier einen übernachtungsgeeigneten Parkplatz gibt, was aber nicht der Fall ist.

Weiter geht es zunächst noch etliche Kilometer auf der sehr guten 321 bis uns das Navi auf eine Piste nach rechts zum Ziel "Börtnan" führt.

Auf dieser groben Schotterpiste geht es rasch bergauf und dann auf einer Hochebene rumpelig nach Westen. Rentiere auf der Straße hatten wir seit einigen Tagen nicht mehr, also rasch ein Foto.

Während der Fahrt passieren wir einige derartige Hüttendörfer, die aber überwiegend unbewohnt aussehen. Hier hat ein Café geöffnet aber die drohenden Gewitterwolken veranlassen uns, die Fahrt fortzusetzen.

Nach der ungewöhnlich langen Etappe von 348 km erreichen wir den WOMO-Picknickplatz-Tipp 31 der Tour 2 aus dem WOMO-Führer, am Platz 64 der Tour 4 waren wir heute morgen gestartet. Der Platz ist phantastisch, der Begriff "Camping" aber irreführend. Dusche und warmes Wasser gibt es nicht - die auf der Info-Tafel "versprochenen" Mücken aber auch nur in sehr geringer Zahl. Stattdessen kommen vierbeinige Besucher, mehr dazu später. Wir haben uns gerade gemütlich eingerichtet, als das von den Wolken angedrohte Gewitter für ca. eine Stunde kräftigen Regen bringt.

Am nächsten Morgen scheint die Sonne wieder auf die 5 Campingfahrzeuge, die sich weiträumig auf dem Platz ausgebreitet haben - und das für 40 SEK, die man in eine Kiste am Eingang steckt zusammen mit der selbst ausgefüllten Campingkort (liegen in der Kiste am Eingang).

Als alle menschlichen Bewohner des Platzes ihr Frühstück am See beendet haben ...

... kommt der tierische Besuch.

Aus allen Richtungen kommen sie auf den Platz und vor allem die Kinder gehen mit einer Mischung aus Angst und Neugier darauf zu. Nur unsere Julie will bellend das Territorium verteidigen, was die Kühe aber überhaupt nicht aus der Ruhe bringt.

Auch wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen sondern beschließen, hier noch einen weiteren Tag zu bleiben. Wir füllen eine weitere Campingkort aus und da wir keine 40 SEK mehr passend haben, stecken wir einen 5-Euro-Schein mit der Karte in die Kiste an der Zufahrt.

Weiter geht unsere Reise mit dem Wechsel zwischen Schweden und Norwegen über Härjedalen und Idre (Schweden) in die Provinz Hedmark (Norwegen) und hier dazu der nächste Teil unseres Reiseberichtes.

Die Gesamtübersicht unserer Touren mit den Links zu den einzelnen Teilen des Reiseberichts sowie Karten mit dem Reiseverlauf gibt es HIER!

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