Mit dem Wohnmobil in Andalusien an der Costa de la Luz zwischen Ayamonte/ Isla Canela und MatalascañasTeil 3 von x: Überwintern mit dem Wohnmobil im Westen Spaniens und in Portugal im Winter 2025/2026 Wir bleiben eine Woche im westlichsten Teil Andalusiens an der Costa de la Luz zwischen der Grenze zu Portugal und dem weitgehend menschenleeren Touristenort Matalascañas in Naturpark Doñana. Während in großen Teilen Spaniens und Portugals Sturm und Regen die Freude der Überwinterer und der Einwohner trüben werden wir hier überwiegend von der Sonne verwöhnt. Selbst an der üblicherweise sonnigen Algarve auf der anderen Seite der Grenze scheint das Wetter erheblich schlechter zu sein.
17. bis 19.01. Ayamonte / Isla Canela - Islantilla 40 kmSamstag wechseln wir in Isla Canela vom Strandparkplatz an die Mündung des Rio Carreras. Wir parken auf dem Parkstreifen am Ende einer Sackgasse ...
... mit Blick auf Fischerboote vor Isla del Moral ...
... und den Leuchtturm von Isla Cristina am gegenüber liegenden Ufer.
Ein toller Platz mit einem wesentlichen Schönheitsfehler: Im ansonsten verlassenen Urlaubsort Isla Canela hat ausgerechnet das Restaurant neben dem Parkplatz geöffnet! Das lässt vor Mitternacht keine Nachtruhe erwarten.
So machen wir einen Bummel am Hafen entlang, vorbei an den geschlossenen Hotels und weitgehend unbewohnten Appartmenthäusern, und suchen uns für den weiteren Aufenthalt einen ruhigeren Platz.
Einen ruhigen Parkplatz mit Blick auf Strand und Meer finden wir Samstag in Islantilla. Bei frischer Meeresluft und 16 Grad im Schatten machen wir einen Spaziergang am Strand nach Osten und gehen dann auf dem Boulevard an leeren Hotels und Appartementanlagen zurück.
Sonntag gönnen wir uns ein leckeres Mittagessen mit Meerblick im Restaurant El Quijote, einem der wenigen geöffneten. Unter anderem lassen wir uns Chipirones a la Plancha schmecken, kleine gebratene Tintenfische.
Am Abend müssen wir nur wenige Schritte an den Strand gehen, um einen wunderschönen Sonnenuntergang zu sehen.
Beim Blick nach Südosten können wir Montagmorgen den Sonnenaufgang bewundern.
19. bis 22.01. Islantilla - Matalascañas 108 kmUnser nächstes Ziel ist der weitgehend menschenleere Ferienort Matalascañas an der Küste des Naturparks Doñana östlich von Huelva. Am Rand der sandigen und schlaglochreichen Piste wählen wir von vier Lücken zwischen den Wohnmobilen die mit der schönsten Aussicht auf den Atlantik. Wer nachmittags kommt, hat kaum noch eine Chance auf einen Platz.
Am Ende der Piste ( = Sackgasse ) beginnt am Faro de la Higuera der gepflasterte Boulevard.
Von den unzähligen Restaurants am Boulevard haben vier geöffnet. Wir entscheiden uns für das Restaurant "40 Sardinas", ein absoluter Volltreffer!
Die Philosophie, regionale Produkte in typischer handgemachter Qualität anzubieten, zeigt sich schon bei den "Patatas Bravas". Da kommt was ganz anderes auf den Tisch als wir es von spanischen Restaurants in Deutschland kennen. Gekochte und dann frittierte Kartoffeln mit einer ganz speziellen leicht scharfen Sauce.
Meine Rezension mit Fotos der übersetzten Speisekarte findet ihr hier auf Google Maps: https://goo.gl/maps/2b1HsGQkxdeXZ6iu8
Die Servicekräfte tragen T-Shirts mit interessanten Slogans, siehe Fotos. Wir werden von Alejandra bedient. Sie spricht fließend Englisch, eine Freundin von ihr arbeitet in Bremen in einer KiTa, Alejandra war dort bereits zu Besuch.
Blick vom Restaurant auf Schiffe vor der Küste
Mit Blick auf Strand, Meer und Schiffe gehen wir zurück zu unserem Parkplatz und warten auf den Sonnenuntergang, den wir diesmal aus unserem Wohnzimmer beobachten können ohne einen Schritt nach draußen machen zu müssen.
Unser Platz in Matalascañas mit dem Blick aus dem Wohnzimmer aufs Meer ist einfach perfekt! Gelegentlich können wir einen Kiter beobachten.
Am Dienstag machen wir uns wieder zu Fuß auf den Weg zum Strandboulevard von Matalascañas. Es geht vorbei an Ringelblumen und den ersten geöffneten Blüten von Mittagsblumen.
Den Boulevard und die zweieinhalb Kilometer von unserem Übernachtungsplatz entfernte "Calle Azul y Esculturas" haben wir fast für uns allein.
Weil es am Montag so gut war, gehen wir wieder ins Restaurant 40 Sardinas. Diesmal probieren wir die Kartoffeln mit einer leckeren Kräutersauce, Tintenfische und ein Schwertfisch-Filet.
Am Dienstag wird uns wieder ein schöner Sonnenuntergang mit Abendhimmel geboten.
Mittwoch kommt nach einer Woche mit überwiegend blauem Himmel und wenig Wind endlich Abwechslung ins Wetter und mehr Bewegung ins Meer. Regen und Böen bis 60 km/h werden angekündigt und kommen auch. Die meisten Nachbarn verlassen uns während wir die Aussicht genießen und uns über die kostenlose Autowäsche auf der Beifahrer- und Heckseite freuen. In der letzten Woche hat es bei den zwei Regenstunden nur für Front- und Fahrerseite gereicht :-)
Der Regen hört am Abend auf und am Donnerstagmorgen zeigt sich schon wieder etwas diffuses Sonnenlicht.
Nach drei Tagen verlassen wir Donnerstag unseren Platz und machen noch einen Abstecher zum ehemaligen Wohnmobil-Stellplatz von Matalascañas.
Ob der jemals wieder öffnet? Trotz Open-Schild haben wir bei dem Anblick des Zustandes und der Trümmer unsere Zweifel.
Über die Hauptstraße auf der Landseite mit einigen schön gestalteten Kreiseln verlassen wir den Ort und fahren nach einer Woche an der Costa de la Luz landeinwärts.
Hier geht es zum nächsten Teil dieses Reiseberichtes. (demnächst)
Hier geht es zur Gesamtübersicht dieses Reiseberichtes.
Auf Facebook berichten wir während unserer Reisen fast täglich "live" mit Fotos und Angabe des Standorts. Bei Interesse bitte auf meiner Facebookseite auf "Folgen" klicken.
|