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Reisebericht: Mit dem Wohnmobil in Skandinavien 25.07. bis 15.09.2013 - Teil 6 von 10

Sonnige Tage in Nordkapp-Nähe in Havøysund 19. bis 22.08.2013

Die kleine Insel Havøya und der Ort Havøysund sind in dieser Region "der Mittelpunkt der Welt" - für Inselhopping im Nordmeer ist Havøysund der ideale Ausgangspunkt!

Wir beschränken uns jedoch darauf, von den Hügeln Havøyas aus auf die Nachbarinseln zu schauen. Hier im T-Shirt durch die karge arktische Landschaft wandern, Seeadler und Schiffe beobachten - die Nordkapp-Insel Magerøya vor Augen - und auf dem kostenlosen Wohnmobil-Stellplatz im Campingstuhl die Sommersonne genießen - sowas kann man nicht planen sondern nur dankbar annehmen, wenn es sich bietet.

Am Nordzipfel der Insel liegt der "Arctic View" mit einem in der Hauptsaison geöffneten Restaurant. Von hier hat man den freien Blick nach Norden übers Nordmeer - ein idealer Platz um die Mitternachtssonne zu beobachten. Westlich von Havøya liegen die bewohnten Inseln Rolvsøya und Ingøya, die von Havøysund mit Fähren erreichbar sind. Den schönsten Blick auf die unbewohnte Insel Hjelmsøya im Nordosten bietet der "Arctiv View". Im Osten schließt sich die Insel Måsøya an, nach der die Großgemeinde benannt wurde zu der Havøysund gehört. Dahinter im Osten gut zu erkennen sind die Insel Magerøya, auf der sich das offizielle Nordkapp befindet, sowie die "Vogelinsel" Gjesværstappan.

Es soll der nördlichste Windpark der Welt sein, dessen 16 Windräder sich hier auf den Hügeln der Insel Havøya oberhalb von Havøysund drehen.

Während unserer Ausflüge auf der Insel wird gerade daran gearbeitet. Dank "Mensch in Maschine" bekommt man so einen guten Eindruck von der Größe.

Verlässt man den Ort zu Fuß und geht bergan zu den Windrädern in Richtung "Arctic View" fällt der Wechsel der Vegetation auf. In windgeschützten Bereichen unten in Ortsnähe blüht es noch ...

... und das Wollgras wiegt sich im leichten Wind.

Ab etwa 100 m über NN wiegt sich dann nichts mehr. Aber auch hier wachsen noch Bäume, bitte genau hinschauen:

Man muss nur aufpassen, dass man nicht drauf tritt. So pressen sie sich an den felsigen Untergrund, um Schutz vor den arktischen Winden zu finden.

Wir merken nichts von arktischen Winden sondern können leicht bekleidet die Insel erforschen. An der Straße zum Arctiv View gibt es sogar zwei Aussichtsplätze mit Bänken für müde Wanderer - ein toller Service ist das hier! Im Vordergrund sieht man die Insel Måsøya. Nach ihr wurde die Kommune benannt, deren Hauptort mit Gemeindeverwaltung und Geschäften Havøysund ist. Links davon im Hintergrund kann man Magerøya gut erkennen. Auf dieser Insel befindet sich das Nordkapp. Ebenfalls gut sichtbar ist Gjesværstappan, ...

... hier in Zoomaufnahme. Kaum zu glauben - hier sollen bis zu 2 Millionen Seevögel leben! So steht es jedenfalls im Hurtigrouten-Buch. Der kleine Fischerort Gjesvær - südwestlich vom Nordkapp gelegen - dient als Ausgangspunkt für Bootsausflüge zu diesen Vogelfelsen.

Während wir so gemütlich auf der Aussichtsbank sitzen zeigen sich auch über uns Vögel - allerdings nicht 2 Millionen sondern neben den allgegenwärtigen Möwen "nur" zwei Seeadler.

Ein toller Anblick, wie sie vor dem blauem Himmel über unseren Köpfen dahingleiten.

Als nächstes kommt ein Delphin vor die Kamera! Allerdings nicht als Tier sondern als Kreuzfahrtschiff dieses Namens auf dem Weg von Honningsvåg nach Hammerfest, wie uns die Marine-Traffic-App verrät. Direkt hinter dem Schiff sieht man den winzigen Ort auf der Insel Måsøya mit der weiß leuchtenden Kirche als auffälligstem Gebäude. Eine Personenfähre verkehrt mehrmals am Tag zwischen Måsøya und Havøysund. Die hohen Felsen im Hintergrund gehören zur Nordkappinsel Magerøya.

Auf dem Weg bergab zurück zum Ort haben wir die Kirche von Havøysund gut im Blick.

Nein, dies ist nicht das Nordkapp! Am Ortsrand in der Nähe des ausgeschilderten Badesees ! von Havøysund entdecken wir zufällig diesen Globus. Eine Informationstafel verrät uns: Hier befinden wir uns genau auf dem 71. Breitengrad.

Etwa 2 1/2 Stunden waren wir unterwegs, als wir uns wieder den bunten Häusern des Ortszentrums nähern.

Auf dem Weg zum Campingbus entdecken wir an der Hauptstraße etwa auf halber Strecke zwischen COOP-Supermarkt und Wohnmobil-Stellplatz ein Imbissrestaurant - ca. 200 m von unserer fahrbaren Ferienwohnung entfernt. Hamburger, Pizzen und div. Fleischgerichte stehen auf der Meny-Karte, u.a. Kebab mit Salat und Pommes zu für norwegische Verhältnisse akzeptablen Preisen. Zum zweiten Mal auf dieser Reise gönnen wir uns hier den Luxus einer warmen Take-away-Mahlzeit.

Der nächste Tag beginnt wieder mit überwiegend blauem Himmel. Gleich nach dem Frühstück brechen wir auf zum "Arctic View" an der Nordspitze der Insel. Die gut 5 Kilometer vom Ortszentrum könnten wir natürlich auch zu Fuß bewältigen - aber das wäre "terminlich eng geworden" am frühen Morgen: Wir sind ja nicht zum Spaß hier sondern zum Schiffe gucken! :-)

Die Hurtigrouten-Schiffe vor Havøya zwischen Honningsvåg und Hammerfest - und eine kleine Typenkunde der Flotte hinsichtlich Größe und Baujahr

Nachdem wir am Vortag die Hurtigroutenschiffe in Stellplatznähe beim An- und Ablegen und Be- und Entladen der Fracht beobachten konnten wollen wir sie heute "auf den Weiten des Nordmeeres" sehen.

Was kommt denn da für ein kleiner Kutter - das kann ja wohl kein Hurtigrouten-Schiff sein? Nun sieht natürlich jedes Schiff klein aus, wenn man von einer Steilküste aus ca. 250 m Höhe runterschaut. Aber das hier?

Doch, es ist DAS südgehende Hurtigroutenschiff des heutigen Tages - die Lofoten. Aber sie ist wirklich sehr klein im Vergleich mit der Midnatsol, die wir gestern gesehen haben. Das Hurtigrouten-Buch verrät uns: Die Lofoten gehört zur "Traditionellen Generation" der Hurtigroutenschiffe, wurde 1964 gebaut, ist 87,4 m lang und 13,2 m breit und bietet Platz für 400 Passagiere. Was mag uns wohl gleich aus der Gegenrichtung erwarten?

Zunächst kommt ein kleiner Frachter "um die Ecke", was uns erstmal irritiert.

Dann folgt wirklich das nordgehende Hurtigroutenschiff Vesteralen - hier genau unterhalb unterhalb "unseres" Nordkapps auf Havøya vor den Weiten des Nordmeers. (Erst bei Spitzbergen ist auf dem Weg nach Norden wieder "Land in Sicht".)

Bei der Begegnung der beiden Hurtigroutenschiffe sieht man eindeutig einen Größenunterschied. Aber so "riesig" wie die Midnatsol gestern wirkt die heute nordgehende Vesteralen auch nicht. Was für ein Zufall! Dies ist das einzige noch im Liniendienst fahrende Schiff der "Mittleren Generation", es wurde 1983 gebaut mit einer Länge von 108 m und einer Breite von 16 m und Platz für 510 Passagiere.

Nun will ich es aber wissen, wie groß waren die beiden "Pötte" Midnatsol und Kong Harald gestern?

Hier nochmal die Midnatsol in voller Schönheit beim Wendemanöver vor dem Anleger von Havøysund: "Baujahr 2003, Länge 135,75 m, Breite 21,5 m, Platz für 1.000 Passagiere" nennt das Hurtigrouten-Buch als Größenangaben. Damit gehört es zur "Neuen Generation" wie auch die Kong Harald, die schon im Jahr 1993 gebaut wurde mit 121,8 m Länge, 19,2 m Breite und Platz für 691 Passagiere.

Da haben wir in den zwei Tagen ja einen genauen Überblick über die "Generationen" der Hurtigrouten-Flotte bekommen.

Nach diesem Exkurs für Schiffe-Fans wenden wir uns wieder der unmittelbaren Umgebung zu. Das Navi verrät unseren genauen Standort, ca. 9 Breiten-Minuten trennen uns nur vom Nordkapp.

Wir stehen direkt vor dem geschlossenen Restaurant "Arctic View", hier das wolkenreiche Foto von unserem ersten Besuch.

Von hier nach Norden blickend die Mitternachtssonne beobachten muss ein phantastisches Erlebnis sein! Den freien Blick übers Meer gibt es aber nur in nördlicher und nordnordwestlicher Richtung. Ansonsten ist Havøya wie bereits erwähnt von Inseln umgeben.

Die meisten Bewohner gibt es nach Havøysund wohl auf Rolvsøya im Westen. Sogar eine Straße verbindet kleine Siedlungen im Osten und Westen, weshalb auch Fahrzeuge auf der Fähre von Havøysund mitgenommen werden. Allerdings passen nur drei auf das kleine Schiff, weshalb sich eine Reservierung von Hin- und vor allem Rückfahrt empfiehlt.

Verlockende Buchten sehen wir im Nordosten der Insel, verzichten aber auf eine Erforschung vor Ort.

Nördlich von Rolvsøya liegt Ingøya ...

... und auf dem flachen Nordzipfel der Insel kann man sogar den kleinen Ort erkennen. Irgendwo haben wir gelesen, dass man auch hierher ein Fahrzeug mitnehmen kann. Mangels Rampe muss es allerdings mit einem Kran von der Fähre gehievt werden. Interessante Sache, die wir aber mit unserem CS Duo nicht ausprobieren wollen.

Auf der nordöstlich vom "Arctic View" gelegenen Insel Hjelmsøya stellt sich das Problem der Überfahrt und Fahrzeugmitnahme eh nicht. Mangels Siedlung gibt es auch keine Fährverbindung.

Das hier wäre doch eine schöne Bucht für Robinson?

Wie man dieser Seite wohl anmerkt hat uns dieser Teil Nord-Norwegens ganz besonders fasziniert. Jetzt als Kontrastprogramm zum Touristenauflauf am Nordkapp fahren, da wir doch so dicht dran sind? Nein, das können wir uns garnicht vorstellen. Es würde unsere schöne Erinnerung an die Schönheit und Einsamkeit dieser kargen Natur kaputt machen!

Den Rest des Tages verbringen wir auf dem Wohnmobilstellplatz im Ort, beobachten die Kutter und die Möwen und treten am nächsten Tag die erste Etappe der Rückreise nach Süden an. Dabei werden wir kurz nach dem Start Zeuge einer Treibjagd von ca. 12 Walen.

Das und mehr im nächsten Teil unseres Reiseberichtes.

Die Gesamtübersicht mit den Links zu den einzelnen Teilen dieses Reiseberichts gibt es HIER!

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