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Route B 8 (gemäß Reisehandbuch): Figuig - Bouarfa - Bouanane - Beni Tajjite - Ait Ouazzag (Teil 2 von 2)

05.01.2010 - 07.01.2010

Aufenthalt auf der "deutschen Olivenfarm in Marokko" von Thomas Friedrich bei Bni Tajite (Beni Tajjite)

Zur Orientierung erstmal die Karte. Die im Reisehandbuch beschriebenen Strecken sind sowohl von Bouanane ( B 8) wie von bzw. nach Rich ( B 4) auch mit einem Wohnmobil gut zu befahren. Die geteerte Fahrbahn ist zwar schmal, was bei wenig Gegenverkehr aber nichts ausmacht.

Hier sehen wir den "Hausherrn" Thomas Friedrich "am Brunnen vor dem Tore" bzw. vor seinem Haus - das sehen wir zum Abschied am Anfang der nächsten Fotoseite.

Vorher sehen wir hier unser Haus und das von Barbara und Jochen aus Karlsruhe. Wir haben heute den 5. Januar und es seit dem Verlassen des Campingplatzes in Martil am 18.12. das erstemal, dass wir uns einen Stell-/ Campingplatz mit einem anderen Wohnmobil teilen müssen. Das tun wir aber sehr gern, denn mit den beiden haben wir unser Treffen hier bei Thomas schon vor der Abreise in Deutschland vereinbart.

Hier sehen wir seine MitarbeiterInnen bei der Olivenernte an den ältesten Bäumen. Vor 12 Jahren wurden die erste Bäume angepflanzt und Thomas hat von Deutschland aus versucht mit örtlichen Mitarbeitern das Projekt zum Laufen zu bringen. Nach einigen Jahren ist er selbst hierher gezogen und die kultivierte Fläche wurde und wird ständig erweitert.

Im Laufe der Zeit sind aber weitere "Unternehmenszweige" hinzugekommen: An verschiedenen Standorten im Tal warten seine Bienenvölker auf Nektar, der dann zu sehr leckerem Imkerhonig verarbeitet wird. Außerdem hat Thomas 5 Herden mit insgesamt ca. 1.000 Ziegen und Schafen, die von Nomaden in landestypischer Weise gehalten werden. Eine kleine Herde mit ca. 100 Ziegen wollen wir gemeinsam mit Thomas besuchen. Wir fahren mit seinem VW-Bus einige Kilometer "offroad" und müssen dann noch einige Minuten zu Fuß weiter.

Es geht durch ein trockenes Flusstal ...

... und dann erreichen wir die Nomadenfamilie mit den Tieren ...

... einschließlich vieler ganz junger Lämmer. Zur Zeit arbeitet die sechszehnjährige Tochter noch mit, aber es laufen bereits "Verhandlungen" bzgl. Hochzeit.

Danach werden sich die Eltern wohl allein um die Herde von Thomas kümmern.

Wie einsam das Haus von Thomas liegt, zeigt dieses Foto vom Standort der Herde aus betrachtet.

In einem der benachbarten Dörfer befindet sich eine kleine Krankenstation, in der es zu besteimmten Zeiten eine medizinische Betreuung gibt.

Weithin sichtbar und auffallend ist dieser Hügel, der von den Einheimischen "Bullenherz" genannt wird.

Nur noch wenige Tage dauert die Erntesaison der Oliven. Thomas zeigt uns die Ölmühle, in der die Ernte der Olivenbauern getrennt gelagert und verarbeitet wird.

Der Esel, der hier die Mühle dreht, hat gerade Pause. Die Oliven werden in dieser Mühle zerkleinert ...

... und dann in Körbe gefüllt.

Soll hier jemand gehängt werden?

Nein, natürlich nicht! Durch diese Vorrichtung wird aus den zermahlenen und "eingesackten" Oliven ...

... das Öl herausgepresst.

Nach drei Mahl- und Pressvorgängen bleibt der "Trester" übrig, eine trockene harte Masse die als Brennmaterial vor allem beim Brotbacken verwendet wird.

Auf dem Bild mit der Ölmühle hinter den beiden Arbeitern sieht man einen jungen Mann, der sehr europäisch aussieht. Vielseitig wie Thomas ist, begnügt er sich nicht mit Oliven, Bienen, Ziegen und Schafen. In Zusammenarbeit mit deutschen Jugendämtern wirkt er bei erlebnispädagogischen Programmen mit. Jugendliche, bei denen pädagogische Maßnahmen in Deutschland nicht erfolgreich waren, kommen für einige Monate bis zu einigen Jahren auf die Farm in eine "reizarme Umgebung" wo sie fernab von ihren bisherigen Problemlagen auf ein normales Leben vorbereitet werden.

So sieht es am Nachmittag vor unserer Abreise aus - der Morgen der Abreise bietet ein etwas anderes Bild und das Ende der nächsten Fotoseite mehrere Bilder "ganz in weiß".

Nur wenige Wohnmobilurlauber finden sich bei Thomas ein, der ihnen einen kostenlosen Stellplatz bietet. Er freut sich, wenn Touristen gebrauchte Kleidungstücke mitbringen, vor allem für Kinder. Die werden von ihm aber nicht wahllos als Geschenke verteilt, sondern nur in besonderen Notsituationen gezielt weitergegeben. Wer Thomas besuchen möchte, sollte sich auf jeden Fall vorher mit ihm per E-Mail thomasfriedrich1@web.de oder Anruf (Tel.: 00212 - 673 97 74 01) in Verbindung setzen, da er nur zeitweise auf der Farm bei Ait Ouazzag wohnt.

Falls Sie über eine Suchmaschine oder einen externen Link direkt auf diese Seite gekommen sind: Hier gibt es den vollständigen Reisebericht "Überwintern in Marokko 2009/2010".

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